Nachrichten


7. Juni 2021

Aufrecht vor des Volkes Augen - bald wieder
Nun steht er wieder, aufrecht und vollplastisch - und kann zurück in seine Heimat. Nach dem Sturm bedingten Sockel-Sturz Anfang 2019 bot das bedeutende König-Ludwig-Denkmal von Kolbermoor (1909; bei Rosenheim) ein Bild des Jammers: der Kopf fast platt zusammengestaucht, auch der Rumpf mit erheblichen Beulen und Rissen. Nach nunmehr fast zweijährigem "Kur"-Aufenthalt bei den Restaurierungsexperten von Haber und Brandner in Regensburg kann eine der volkstümlichsten Darstellungen des Königs (er trug tatsächlich überwiegend Zivilkleidung) hoffentlich bald wieder Denk-Mal sein. Die Anstrengungen, die hinter der Wiederherstellung des quasi nicht mehr ersichtlichen Kopfes stehen, waren immens. So musste sich das Antlitz des Königs zwangsläufig verändern, hundertprozentig ist es nicht mehr der "alte König". Doch was nach Oberbayern zurückkommen wird, ist der "originale Monarch", der nun größere Standfestigkeit aufweist und der mit seinem perfekt aufgemöbelten Rumpf glänzender als je zuvor sich gewiss vor des Volkes Auge bewähren wird.
Dazu auch interessant: www.rfo.de/mediathek/video/ein-neuer-kopf-fuer-koenig-ludwig

   

Zu den Fotos: Kunsthistoriker Maximilian Heimler erläutert in der Werkstatt von Haber und Brandner in Regensburg den aufwendigen Restaurierungsprozess (Foto: Marcus Spangenberg). Der zerstörte Kopf des Denkmals unmittelbar nach dem Sturz 2019 (Foto: Maximilian Heimler).



1. Juni 2021

Auf zu den Sternen (Ludwigs)
Einmal wie Ludwig II. die Sterne und den Mond an der Schlafzimmerdecke in Schloss Hohenschwangau leuchten sehen? Dann führt der Weg diesen Sommer unbedingt einmal mehr in das Museum Starnberger See. Für die als solches bereits lohnenswerte Präsentation "Im Schein der Sterne. Geschichten vom Nachthimmel" wurde das aufwendig fotografierte Tassozimmer in den originalen Ausmaßen aufgebaut - und die vor Ort nicht mehr vorhandenen Sterne Ludwigs wieder zum Leuchten gebracht. Ganz bequem lässt sich in Liegesäcken von den fernen Himmelskörpern schwärmen und über das nachdenken, was zuvor an reichhaltigen Informationen über Sterne und den Kosmos dargeboten wurde. Und das Beste: Da das Schlafgemach im Schloss Hohenschwangau nicht betreten werden darf, ermöglichen die Fotografien für viele erstmals einen optischen "Rundgang" durch die Szenen aus Torquato Tassos Epos "La Gerusalemme liberata", die Franz Xaver Glink 1834/35 nach Entwürfen von Moritz von Schwind ausführte. Die allegorische Darstellung der Nacht an der Zimmerdecke - eine geflügelte weibliche Gestalt mit ihren Kindern Schlaf und Tod - ist Motiv für das Ausstellungsplakat (bis 09.01.2022; www.starnberg.de).

     

Museumsleiter Benjamin Tillig erleuchtet eine Stelle im Tassozimmer, die Besuchern im Schloss Hohenschwangau verborgen bleibt (Foto: Marcus Spangenberg).



27. Mai 2021

Beginn einer Legende
Ende Mai 1868 pfiffen es die Spatzen von den Dächern. Oder besser gesagt: Zahlreiche Zeitungen berichteten von der Absicht Ludwigs II. zum Bau von Schloss Neuschwanstein. So lasen die Abonnenten der "Allgemeinen Zeitung" aus Augsburg am 27. Mai 1868 beim Frühstück: "Kürzlich hat die Nachricht von dem Bau eines großen neuen Schlosses in unmittelbarer Nähe von Hohenschwangau die Runde durch die Zeitungen gemacht. Die Sache reducirt sich auf die beabsichtigte Restauration einer Ruine. Die Ritter von Hohenschwangau bewohnten ehedem drei Burgen. Die größte derselben hat, wie bekannt, König Max II wieder herstellen lassen. Die Ruine der zweiten viel kleineren Burg steht unterhalb der Marienbrücke am Pölletbach, nahe der so genannten ‚Jugend'. Die Absicht des Königs Max II auch diese Burg restauriren zu lassen, ist aus verschiedenen Gründen unterblieben. Nunmehr aber soll sie zur Verwirklichung gelangen, und wird an die Ausführung des Werks geschritten. Da Se. Maj. der König befohlen hat daß die Restauration in dem ursprünglichen ganz einfachen altdeutschen Stil vorgenommen werde, so haben einige Hofbeamte sich näher über die bereits früher zur Ausführung gelangte Restauration der Wartburg und der Burg zu Nürnberg an Ort und Stelle instruirt."



Foto: Baustelle Neuschwanstein im September 1886 von Hugues Krafft. Société des Amis du Vieux Reims/Musée Hôtel le Vergeur. Entnommen dem Buch "Marcus Spangenberg/Sacha Wiedenmann (Hrsg.): 1886. Bayern und die Schlösser König Ludwigs II. aus der Sicht von Hugues Krafft / 1886. Louis II, ses châteaux et la Bavière selon Hugues Krafft, Regensburg 2011 / www.schnell-und-steiner.de



1. Mai 2021

Ein Nickerchen in Ludwigs Bett
Vom merkwürdigen Verhalten mancher Besucher der Schlösser Ludwigs II. wissen die Schlossführer*innen ein Lied zu singen. Dass dies allerdings keine neumodische Erscheinung ist, zeigt diese fast 100 Jahre alte Notiz aus den "Innsbrucker Nachrichten" über eine Gruppenführung im Schloss Neuschwanstein: "Nach der Beendigung der Besichtigung ging noch ein Mann ab und als die Schloßdiener Nachschau in den verschiedenen Gemächern hielten, fanden sie den guten Mann, einen Dentisten aus dem oberen Allgäu, schlafend im Bette des Königs Ludwig. Er gab an, müde gewesen zu sein und so legte er sich, etwas angeduselt, einfach in das Prachtbett." (Innsbrucker Nachrichten vom 28. Oktober 1927)





22. April 2021

Versprechen sollen gehalten werden
Die Faszination um das sagenumwobene Leben und rätselhafte Sterben König Ludwig II. ist bis heute ungebrochen. Seit 2013 lockt immer Anfang August die stets ausgebuchte Sonderführung mit Lesung "Sonnenkönig und Schneerahmtörtchen" zahlreiche Teilnehmer auf die Herreninsel. Angesichts der anhaltenden Pandemie haben sich die Bücherei Prien, die Prien Marketing GmbH und der Ludwig-II.-Biograf Marcus Spangenberg schweren Herzens entschlossen, 2021 die abendliche Entdeckungsreise zu den Geheimnissen des "Märchenkönigs" abzusagen. "Das Versprechen, das ‚Sonnenkönig und Schneerahmtörtchen? bietet - seltene Einblicke, eine exklusive Atmosphäre und ein königliches Abendessen - können wir unter diesen Umständen nicht erfüllen", erklärt Marcus Spangenberg. Die Veranstalter freuen sich, dass das "Sahnetörtchen" unter den historischen Führungen im Chiemgau am 4. August 2022 wieder stattfinden soll. Bereits erworbene Karten behalten ihre Gültigkeit oder können bei der jeweiligen Vorverkaufsstelle bis 31. Dezember 2021 zurückgegeben werden.





7. April 2021

Sommerpalast ohne Standort
Der Architekt Julius Hofmann legt am 7. April 1886 Ludwig II. Entwürfe zu einem chinesischen Sommerpalast vor. Es ist das letzte Bauprojekt des Königs vor seinem Tod. Erst drei Wochen zuvor hatte den vollkommen überarbeiteten Hof-Architekten der "Wunsch" des Königs erreicht. Hofmann hatte sich sogleich an die Arbeit gemacht. Ob der König für diesen Sommerpalast bereits einen konkreten Bauplatz auserkoren hatte, ist unklar. Die Unterlagen geben nur die unbestimmte Angabe "im Ammerwald" her. Bereits früh wurde spekuliert, dass nur eine Ebene am Nordostende des Plansees dafür in Frage hätte kommen können. Aussagen heutiger Kunsthistoriker, es habe gar eine persönliche Baugenehmigung des österreichischen Kaisers vorgelegen, entbehren jeder Grundlage. Das Gebiet um den Plansee war bereits seit Jahrzehnten Gemeinde- und nicht Staatseigentum. Spätestens als Louise von Kobell in ihrem populären Buch "König Ludwig II. von Bayern und die Kunst" Ende des 19. Jahrhunderts folgende Worte für das chinesische und letzte bekannte Bauprojekt fand, war der vermeintliche Standort in der Literatur gesetzt: "Am grünen, in herrlicher Einöde gelegenen Plansee sollte ein chinesisches Schloß erbaut werden." Seien wir ganz ehrlich: Gut hingepasst hätte es am Ufer des Plansees ja …





18. März 2021

Digitale Bühne für Ludwig II.
"Jetzt, im Jahr 2021, heißt es ab 23. Juni Vorhang auf für … die Bayerische Landesausstellung ‚Götterdämmerung II - Die letzten Monarchen', die im neuen Museum in Regensburg präsentiert wird. Das Haus der Bayerischen Geschichte nutzt die Gelegenheit quasi für ein ‚Remake' und bietet König Ludwig II. im Kontext der Ausstellung eine digitale Bühne. Begegnen Sie dem huldvollen Christoph Süß in einer seiner Paraderollen und tauchen Sie anschließend noch in die Gedankenwelt des Kinis ein, durch dessen Kopf neben den geplanten Schlössern auch etliche nicht gebaute Paläste zogen. Der Kini als Bauherr - dieser Film wurde 2018 bei der Bayerischen Landesausstellung ‚Wald, Gebirg und Königstraum - Mythos Bayern' im Kloster Ettal präsentiert." Haus der Bayerischen Geschichte.





14. März 2021

Ludwigs kummervoller Blick
Es war der Tag der Beerdigung Maximilians II., an dem weite Kreise der Bevölkerung erstmals ihren neuen König Ludwig II. sahen. Mehrere zehntausend Menschen nahmen am 14. März 1864 in München daran teil. "Ludwigs kummervoller Blick erregte natürlich das Mitleid aller und gewann ihm sofort die Herzen des mit ihm leidtragenden Volkes. Hättest Du ihn sehen können, den blassen Jüngling, wie er gebeugten Hauptes und unsicheren, stockenden Schrittes hinter dem Sarge des geliebten Vaters herschritt! Er hat ein ungewöhnlich ausdrucksvolles Auge; seine Figur erscheint in der Uniform stattlich, ich möchte sagen königlich …", schrieb der Gesangslehrer Julius Hey über den Trauerzug.
Der Bibliothekar Karl August von Heigel bestätigte: "Zunächst gewann der neue Fürst die Menge durch seine Schönheit … Wenigstens fiel sie allgemein so recht auf, als Ludwig langsamen Schrittes barhäuptig dem Sarge seines Vaters folgte. Von den großen dunklen Augen und ihrem schwärmerischen Ausdruck waren zumal die Frauen bezaubert." Wie sehr der Jüngling die Zuschauer und Teilnehmer anrührte, wird auch in einem zeitgenössischen Zeitungsartikel deutlich: "Einen rührenderen und herzbrechenderen Ausdruck des tiefinnersten Schmerzes … kann es nicht geben, als den, welchen König Ludwig II. in Gang, Miene und Haltung bei dem Zuge bot. Die hohe und schlanke Gestalt des Königs war wie geknickt, der Gang fast schwankend und das edle Antlitz bleich und tränenschwer. … und doch war sein ganzes Auftreten zugleich männlich, gefaßt und distinguiert."




12. März 2021

Neuer Film-Auftritt für Ludwig II.
Es geht zwar hauptsächlich um SIE, doch auch ER wird uns 2022 auf der Kinoleinwand erscheinen: Im Sisi-Film "Corsage" (Arbeitstitel) von Marie Kreutzer, zu dem kürzlich die Dreharbeiten begannen. Dieses Mal wird Ludwig II. dargestellt von Manuel Rubey. Vor allem Fans skurriler österreichischer Serien und Filme sollte dieser Allround-Künstler bekannt sein. Gedreht wird auf Schloss Eckartsau in Niederösterreich, um die Hofburg in Wien, am Semmering und in Luxemburg.
Aus der Beschreibung des Films (Quelle: FFF Bayern): "Weihnachten 1877. Elisabeth, Kaiserin von Österreich, wird 40 Jahre alt. Es ist die durchschnittliche Lebenserwartung einer Frau im späten 19. Jahrhundert. Elisabeth ist also jetzt ganz offiziell eine alte Frau. Als Kaiserin hat sie ausschließlich repräsentative Pflichten … Doch Elisabeth weiß, dass ihre Zeit abläuft. Mit vierzig Jahren kann sie bald kein Schönheitssymbol mehr sein. Doch was bleibt ihr noch, wenn man sie nicht mehr anbetet, sondern lediglich respektiert? Was ist ihre Daseinsberechtigung?"





10. März 2021

"Ludwig II., von Gottes Gnaden"
In der Nacht zum 10. März 1864 erhielt König Maximilian II. in der Münchner Residenz die Sterbesakramente. Er verlangte nach seinem nicht einmal 19-jährigen Sohn Ludwig. Was er ihm zu sagen hatte, ist nicht überliefert. Ludwig jedenfalls verließ weinend und tief erschüttert das Sterbezimmer des dritten bayerischen Königs, als dessen Nachfolger er von Geburt an erzogen wurde. Wenige Stunden später, gegen fünf Uhr morgens, ertönte über dem weitläufigen Sitz der Wittelsbacher in der Haupt- und Residenzstadt München die Trauerglocke und kündete vom Ableben "des guten Max" nach einer kurzen, aber schweren Krankheit. Der bisherige Kronprinz Ludwig war nun "Ludwig II. von Gottes Gnaden König von Bayern, Pfalzgraf bei Rhein, Herzog von Bayern, Franken und Schwaben etc.", wie ihn die offizielle Titulatur auswies.





2. Februar 2021

"Lohengrin": Geburt des "Märchenkönigs"
LOHENGRIN DER ZWEITE - Wer hätte das gedacht? Am 2. Februar vor 160 Jahren nahm das Leben des bayerischen Kronprinzen und künftigen Königs Ludwig II. eine entscheidende Wendung: Spätestens an jenem Abend wurde der "Märchenkönig" geboren, ein Mensch der die Sagen, die Geschichten und die Theaterbühne zum Nukleus seines Lebens machte. Denn tief bewegt sah der fünfzehnjährige Ludwig die ihm aus der Literatur und Kunst vertraute Gestalt des Schwanenritters auf der Bühne Wirklichkeit werden - er sah erstmals die Oper "Lohengrin" von Richard Wagner. Dazu schreibt sein Biograph Gottfried von Böhm: "Der Kronprinz vergoß darüber Tränen höchsten Entzückens …" Die anhaltende Vorliebe des ab 1864 regierenden Königs für die Sagengestalt Lohengrin und für die gleichnamige Oper blieb der öffentlichkeit nicht verborgen. Es kursierten zahlreiche Gerüchte, wie jenes, er würde sich hin und wieder selbst als Lohengrin verkleiden. So wundert es nicht, dass in der privaten und diplomatischen Korrespondenz nicht selten von "Lohengrin der II." oder "König Lohengrin" die Rede war, wenn es um Ludwig II. ging.

     

Verbürgt ist, dass Ludwig im November 1865 "die Scene der Ankunft des Schwanenritters aus Wagners Lohengrin auf dem Alpsee" darstellen ließ. In der Schlosschronik von Hohenschwangau heißt es: "Ein großer, kunstreich nach der Natur gebildeter Schwan zog einen Kahn mit Lohengrin (Flügeladjudant Fürst Paul von Thurn und Taxis) … ; der Schwanritter … war mittelst eines elektrischen Lichtes prachtvoll beleuchtet. Während dieses Vorganges spielte die Musik die treffenden Piècen aus Lohengrin. Am nächstfolgenden Abende wurde diese Scene auf Allerhöchsten Befehl Seiner Majestät des Königs wiederholt."
Eine ausführlichere Fassung dieses Beitrags vom Ludwig-Biografen Marcus Spangenberg findet sich auf ludwigiana.de





Schlosss Neuschwanstein fasziniert. Das zeigten mehr als eine Millionen Menschen aus aller Welt, die in nicht einmal einem Monat auf youtube die englischsprachige Fassung der vielfach gelobten Dokumentation "Geheimnisvolles Schloss Neuschwanstein" sahen - und auch fleißig kommentierten.
"Neuschwanstein. Secrets of a Castle" konnte aus rechtlichen Gründen nicht länger online sein. Doch irgendwann gibt es gewiss wieder eine Chance: auf Deutsche Welle TV



Geschichte ist stets nicht nur Vergangenheit, sondern zumindest auch Gegenwart. Einmal mehr zeigt es sich in diesen Tagen: In Frankreich diskutieren Philosophen, Politiker und Publizisten über den Niedergang ihres Landes und vergleichen es mit Deutschland. Darin scheint immer wieder ein Deutschland-Komplex auf. Präsident Macron bezog sich dieser Tage in einer Rede auf ein Buch, das sich der tiefen Verunsicherung aus dem verlorenen Krieg 1870/71 annimmt. Die Historikerin Mona Ozouf nennt diese eine "profunde intellektuelle Verletzung".



1870/71 - war das was? Das dürfte wohl die Frage der meisten Deutschen sein. Dass aus diesem (dritten Einigungs-)Krieg die Einheit Deutschlands hervorging, die ihr bildmächtiges Symbol in der Kaiserproklamation im Spiegelsaal von Versailles fand … Wen interessiert das? Dass wir in allen Ortschaften Denkmäler, Gedenkplatten, Linden etc. finden könn(t)en, die an den Krieg und noch mehr an die Gründung des Deutsche Reiches erinnern? Nie gesehen. Dass der Krieg unglaubliche Zerstörungen und großes Leid brachte, dass deutsche Soldaten grausam auch gegenüber der Zivilbevölkerung waren? Ach, lange her, warum daran erinnern?



Gut, dass wir eine Vorliebe für Jahrestage haben. Beethoven ist "rund", und der Krieg 1870/71 liegt nun auch "runde" 150 Jahre zurück. Damit bietet sich in den kommenden Monaten die Chance, Vergessenes und Verschüttetes ans wahrnehmbare Licht zu bringen. Ein Anfang macht genau am Nationalfeiertag Frankreichs eine neue TV-Dokumentation: "Fotografien für Ludwig II. Bayern im Krieg von 1870/71" von Grit Lederer (Buch und Regie) und Paul Mellenthin (Buch) im Bayerischen Fernsehen von 22:30 bis 23:15 Uhr.

Paul Mellenthin, Kunsthistoriker aus Basel, führt die Zuschauer 44 Minuten durch mehrere spannende Themenstränge. Einer der Interviewpartner ist Marcus Spangenberg - im Schloss Herrenchiemsee.



Ein fast zwei Meter großer und begeisterungsfähiger junger Mann staunt 1867 nicht schlecht über das, was die Preußen hier, auf der Weltausstellung, präsentieren: In den Pariser Himmel über dem "Preußischen Park" mit einem "preußischen Schulhaus" und einem Reiterstandbild von Wilhelm I. (das später an der Rheinbrücke von Köln aufgestellt werden sollte) glänzt eine goldene Kuppel. Sie ist der Abschluss eines orientalisch aussehenden Gebäudes fast komplett aus Eisenguss. Der bald 22-jährige bayerische König Ludwig II. ist vom "Maurischen Kiosk" ebenso begeistert wie Tausende andere Besucher. Aber erst zehn Jahre später kann Ludwig II. den Kiosk erwerben und - nach umfangreichen Umbau- und Einrichtungsmaßnahmen - ganz für sich allein nutzen. Hier, im Linderhofer Park, steht das herausragende Beispiel für die Orientbegeisterung des 19. Jahrhunderts noch heute und erfreut Jahr für Jahr Hunderttausende. - Was es mit dem preußischen Eisenguss unterm Halbmond und dem erst unter Ludwig hinzugefügten prächtigen Pfauenthron auf sich hat, erzählte Marcus Spangenberg im "Ratsch" mit Hermine Kaiser bei "Habe die Ehre!" auf BR Heimat am 12. Mai. Die beiden nahmen die Radio-Zuhörer zwei Stunden mit auf eine Entdeckungsreise zum einzigartigen Schloss Linderhof mit seinen zahlreichen Parkbauten (Podcast).





"Das ist wahre Leidenschaft: Es war das Jahr 1976, Marcus Spangenberg war acht Jahre alt, da fing er Feuer für Ludwig II. Der Rheinländer besuchte mit seinen Eltern in Oberbayern die Schlösser des als "Märchenkönig" bekannten Monarchen. "Da wurde ich bayerisch sozialisiert", sagt Spangenberg. Spangenberg lebt heute als Kunsthistoriker und Journalist in Regensburg. Als Zehnjähriger kaufte er seine erste Ludwig-II.-Biografie - vom Taschengeld. Von da an richteten sich die Familienurlaube danach aus, auf Ludwigs II. Spuren zu wandeln.

Noch als Kind kontaktierte Spangenberg per Brief den Schlossverwalter von Neuschwanstein, ließ stundenlang die Atmosphäre der Venusgrotte von Schloss Linderhof auf sich wirken und wollte nur zu Ludwig II.-Berghütten wandern.

Seine Eltern unterstützten Spangenbergs Begeisterung. Er widmete ihnen die Biografie "Ludwig - Der andere König", die 2011 in der Reihe der kleinen bayerischen Biografien im Pustet-Verlag erschienen ist und die die Widersprüchlichkeit des Monarchen beleuchtet. Für die Aktion #Zukunftsmusik liest Spangenberg aus seinem Buch. Damit möchte er in Corona-Zeiten eine Lanze für Lesekultur und regionale Buchhandlungen brechen."

Mittelbayerische Zeitung vom 4. April 2020





Die englischsprachige Ausgabe der Ludwig-II.-Biografie „Der andere König“ ist in die zweite Auflage gegangen.

Dass „A Different Kind of King“ erfolgreich ist, ist sowohl dem Verlag Friedrich Pustet in Regensburg als auch der Übersetzerin zu verdanken: Dr. Margaret Hiley. Für sie war es, wie sie schreibt, eine besondere Freude, vom Verlag in ihrer alten Heimat Regensburg für die Übersetzung von „Ludwig II. - Der andere König" angefragt zu werden. Hiley hatte übrigens als Studentin als Tour Director gejobbt und amerikanische Touristen nach Neuschwanstein begleitet; insofern lag ihr auch der „Kini“ am Herzen. „Sich für mehrere Monate ganz in die faszinierende und auch tragische Geschichte Ludwigs vertiefen zu können, war für mich eine große Freude", teilt Margaret aus East Midlands mit. Sie freut sich sehr, dass die englische Fassung des Buches nun in der zweiten Auflage erschienen ist.
Und wer steckt genau hinter dieser bewundernswerten Übersetzungsarbeit?
Dr. Margaret Hiley wuchs in Großbritannien, Kanada und Deutschland auf. Sie machte ihr Abitur am Albertus-Magnus-Gymnasium Regensburg und schloss 2003 ihr Magisterstudium (Anglistik und Musikwissenschaft) an der Universität Regensburg ab. Danach verschlug es sie für drei Jahre nach Schottland, wo sie an der Universität Glasgow promovierte. Bereits während ihres Studiums fertigte sie für Dozenten und Professoren Übersetzungen wissenschaftlicher Artikel und Vorträge an. 2010 machte sie sich schließlich selbständig als Übersetzerin, spezialisiert auf akademische und wissenschaftliche Texte. Seit mehr als zehn Jahren lebt sie in Rutland, der kleinsten Grafschaft Englands.

Wer Dr. Margaret Hiley kontaktieren möchte: www.margarethiley.com / Twitter: @margarethiley







Eine Ikone feiert groß Geburtstag, Schloss Neuschwanstein wird 150 Jahre alt. Am 5. September 1869 erfolgte die Grundsteinlegung. Der Bayerische Rundfunk würdigt das mit zahlreichen Beiträgen im Radio und Fernsehen (www.br.de/neuschwanstein/150-jahre-schloss-neuschwanstein-sendungen-100.html).



Besonders hervorzuheben sind zwei neue TV-Dokus: "Schloss Neuschwanstein - Vom Mythos zur Marke" (2.9., 21.00 Uhr im BR Fernsehen und 15.9., 21.00 Uhr in ARD-alpha) und "Geheimnisvolle Orte: Schloss Neuschwanstein" (8.9., 21.00 Uhr im BR Fernsehen, 15.9., 20.15 Uhr in ARD-alpha, 2. Weihnachtsfeiertag um 17:45 Uhr im Ersten). In beiden Beiträgen ist Marcus Spangenberg einer der Interviewten.

Das Jubiläum war im übrigen auch der Vortragsschwerpunkt im Herbst dieses Jahres. Nach dem Auftakt im Kloster Weltenburg im April folgten im Oktober und November weitere Termine, darunter in Regensburg, München, Hohenschwangau und Rheinbach (genaue Angaben finden Sie auf der Homepage unter der Rubrik "Veranstaltungen").




Das exklusive Format "Sonnenkönig und Schneerahmtörtchen - dem Geheimnis des ‚Märchenkönigs' auf der Spur" im Schloss Herrenchiemsee und auf der Herreninsel geht in die nächste Runde. Der Vorverkauf hat begonnen ... für den 6. August 2020 (!) - 2019 ist seit Monaten ausverkauft.

Wer sicher sein möchte, im nächsten Jahr daran teilzunehmen, der kann ab sofort unter www.tourismus.prien.de Tickets reservieren.







Einmal kein Text zu Ludwig II. oder zur zeitgenössischen Kunst, sondern reinste Regensburg-Prosa: Der soeben erschienene Beitrag „Regensburger in ihrer ganzen Vielfalt: im Bus“ im Buch „Rrrr. Regensburg, wie es wirklich ist“.

Der Band mit Texten von 13 Autoren ist im www.giselaverlag.de erschienen und wird am 17. Oktober 2018 offiziell aus der Taufe gehoben: Bei Bücher Pustet Altstadt, Gesandtenstraße 6-8, 93047 Regensburg, um 20:30 Uhr.















Unglaublich: 10. August 1871: „Märchenkönig“ Ludwig II. besucht Schwandorf – 26. August 2018: Der König kommt zurück!
Ok, nicht er selbst, aber einer seiner besten und berühmtesten Darsteller im Film: Helmut Berger hat angekündigt, einen Tag nach dem 173. Geburtstag Ludwigs II. das Lichtwerk in Schwandorf/Oberpfalz zu beehren – und dort vor der Filmaufführung „Ludwig II.“ (1972) Rede und Antwort zu stehen. Mit dabei: Kinobetreiber Frederik Hohrath und Ludwig-Biograf Marcus Spangenberg.

Tickets www.kino-schwandorf.com
Weitere Informationen auch unter www.mittelbayerische.de







Mit der Vernissage am 7. Juni (Laudator Marcus Spangenberg) in der Stadtgalerie Alte Feuerwache in Amberg tritt der Regensburger Fotograf Erich Spahn in eine neue Phase seines Schaffens: „Fotografie bewegt“ heißt seine jüngste Einzelausstellung. Die neuen Fotoarbeiten von Erich Spahn haben mit dem, was man bisher von ihm kennt, nichts mehr gemeinsam. Der gebürtige Weidener überrascht mit einer gänzlich neuen Auffassung vom Verhältnis zwischen Motiv und Bildsprache. Es sind im besten Sinne des Wortes bewegte Fotografien, oder noch besser: Im Moment der Bewegung geschaffene Aufnahmen. Der für Spahn neuartige Einsatz der Kamera ermöglicht uns in rund 20 großformatigen Werken den Blick auf eine zusätzliche Dimension hinter dem scheinbar Offensichtlichen. Die Präsentation geht bis zum 26. August 2018.

Weitere Informationen gibt es hier



Die "Geburt" ist geglückt, das Kind - ein neues Buch - ist in der Welt. Nun obliegt es den Lesern zu bewerten, ob es wohlgeraten ist. Die Eltern (Verlag und Autor) erhoffen für ihren Zögling nur das Beste. Kein Wunder: Erstmals wird die spannende Entwicklung der Region um Linderhof verständlich. Jedes vorhandene, wiedererrichtete, rekonstruierte, verlorene und geplante Bauwerk wird in seiner Funktion und Bedeutung für Ludwig II. anschaulich erläutert. Geschichten und Erzählungen königlicher Nutzung obendrauf! Und gefördert vom Bezirk Oberbayern ist es zudem auch …







Noch bis zum 23. Oktober 2016 ist im Museum Prien (Valdagnoplatz 2/Am Marktplatz, 83209 Prien am Chiemsee) die Ausstellung "Traumschlösser? König Ludwig II. - seine Bauten in Tourismus und Werbung" zu erleben. Im 130. Todesjahr Ludwigs II. und damit zum 130-jährigen Jubiläum der Öffnung der Königsschlösser beleuchten Ausstellung wie Begleitbuch - ausgehend von den eigentlichen Absichten des Bauherren - die historische Entwicklung der Bauten zu Touristen-Magneten und die Folgen bis hin in die Werbung. Mit rund 230 Objekten (alle aus der Privatsammlung des Ludwig-II.-Biografen Marcus Spangenberg) wird ein Kommentar zu den derzeitigen Bestrebungen des Freistaates Bayern geboten, Linderhof, Neuschwanstein und Herrenchiemsee als UNESCO-Welterbe anzuerkennen.

Eine Auswahl der Medien-Berichte finden Sie hier:
  • samerbergernachrichten.de/ausstellung-zu-koenig-ludwig-ii-im-priener-heimatmuseum-anl-130-todestag/
  • www.ovb-online.de/rosenheim/kultur/schaut-gefaengnis-6671770.html
  • www.rfo.de/mediathek/56472/Ausstellung_Traumschl_ouml_sser_in_Prien.html

  • Hier können Sie den Flyer zur Ausstellung und dem Begleitprogramm herunterladen.

       
       


    Dank des Verlages Friedrich Pustet in Regensburg gibt es seit Anfang Oktober 2015 die bereits in der 3. Auflage erschienene moderne Biografie eines der bekanntesten und geheimnisvollsten Könige Europas in englischer Übersetzung:
    Ludwig II - A Different Kind of King (ISBN-13: 9783791727448) heißt die durch Margaret Hiley (Oakham, Rutland, Großbritannien) kongenial erfolgte Übersetzung von "Ludwig II. - Der andere König".






    Aufgrund des großen und anhaltenden Interesses wird die Ausstellung „Traumschlösser? Die Bauten Ludwigs II. als Tourismus- und Werbeobjekte“ bis Donnerstag, 17. September 2015 verlängert.








    Am 18. Juni 2015 gab es anlässlich der Ausstellung „Traumschlösser? Die Bauten Ludwigs II. als Tourismus- und Werbeobjekte“ und des dazu erschienenen Buches eine Einladung ins Münchner Studio von BR Heimat zu einem „Ratsch“ in der Reihe „Habe die Ehre!“ (montags bis freitags von 10:05-12:00 Uhr).

    Eine 43-minütige Zusammenfassung des Gesprächs zwischen Moderatorin Hermine Kaiser und Kurator Marcus Spangenberg finden Sie hier als Podcast.






    Die umfangreiche Ausstellung „Traumschlösser? Die Bauten Ludwigs II. als Tourismus- und Werbeobjekte“ wurde am 7. Mai vor rund 100 Zuhörern feierlich eröffnet. Zum sehr guten Auftakt trugen engagierte Reden des Regensburger Oberbürgermeisters Joachim Wolbergs und von Luitpold Prinz von Bayern bei. Letzterer erschien als Überraschungsgast. Seine Brauerei Kaltenberg gehört mit der Sparkasse Regensburg (Dank an den Vorstandsvorsitzenden Franz-Xaver Lindl) und dem Immobilien Zentrum Regensburg (Dank an Vorstand Wolfgang Herzog) zu den Unterstützern von Präsentation und Begleitbuch.
    Der von Bernhard Lübbers und Marcus Spangenberg herausgegebene Band zur Ausstellung mit zahlreichen Aufsätzen und Illustrationen ist im Dr. Peter Morsbach Verlag Regensburg erschienen (ISBN 978-3-937527-83-3) und in der Bibliothek und im Buchhandel für 19,95 Euro erhältlich

    Fotos vom Eröffnungsabend finden Sie hier.






    Nach vielen Monaten Arbeit ist das Katalogbuch "Traumschlösser? Die Bauten Ludwigs II. als Tourismus- und Werbeobjekte" rechtzeitig zu Ausstellungsbeginn fertig geworden. Die gleichnamige Präsentation in der Staatlichen Bibliothek Regensburg (bis 31. August 2015) mit rund 220 Objekten (alle aus der Regensburger Privatsammlung Marcus Spangenberg) ist ein Kommentar zu den derzeitigen Bestrebungen des Freistaates Bayern, Linderhof, Neuschwanstein und Herrenchiemsee als UNESCO-Welterbe anzuerkennen.

    www.staatliche-bibliothek-regensburg.de



    Klasse Dokumentation nun auch auf youtube

    Die wirklich sehenswerte Dokumentation „König Ludwig II. von Bayern. Der einzig wahre König“ (BR, 2011) von Steffi Illinger steht nun auch in drei Teilen auf youtube bereit. Darin: Ein Interview mit Marcus Spangenberg, das zur Abendstunde im Spiegelsaal von Herrenchiemsee stattfand.

         - Teil 1
         - Teil 2
         - Teil 3

    Dieses Video ist aufgrund des Urheberrechtsanspruchs von Arte nicht mehr verfügbar!



    Am 17. Dezember 2013 wurde in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung die Besprechung des Buches von Christine Tauber „Ludwig II. Das phantastische Leben des Königs von Bayern“ veröffentlicht. Zwar leider gekürzt, aber hoffentlich noch immer aussagekräftig genug.

    Die Rezension lesen Sie hier.



      
    Ausstellung " 1886. Sur les traces de Louis II, roi de légende : Hugues Krafft en Bavière " ["1886. Auf den Spuren des Märchenkönigs Ludwig II.: Hugues Krafft in Bayern"] im Musée-Hôtel Le Vergeur, Reims (Frankreich)

    Das Musée Le Vergeur in Reims hat sich entschlossen, die im zweisprachigen Buch "1886. Bayern und die Schlösser König Ludwigs II. aus der Sicht von Hugues Krafft" (erschienen in Zusammenarbeit von Sacha Wiedenmann und Marcus Spangenberg als Herausgeber vor wenigen Monaten im Regensburger Verlag Schnell und Steiner) erstmals veröffentlichten historischen Fotografien aus dem Jahr 1886 von Hugues Krafft auszustellen und mit den ebenfalls für das Buch angefertigten modernen Aufnahmen von Anton Brandl - und dem Reisebericht des Fotografen Hugues Krafft - in Bezug zu setzen.

    Musée-Hôtel Le Vergeur
    36 place du Forum
    51100 Reims
    Frankreich
    Telefon: (+33) 03 26472075
    Fax: (+33) 03 26477953

    museelevergeur@wanadoo.fr
    mhlv.free.fr

    Dauer der Ausstellung: bis 12. Februar 2012

    Öffnungszeiten:
    Dienstag bis Sonntag 14 bis 18 Uhr
    Führungen um 14, 15, 16 und 17 Uhr
    (für Gruppen nach Voranmeldung)



    Marcus Spangenberg, Sacha Wiedenmann (Hrsg.):
    1886. Bayern und die Schlösser König Ludwigs II. aus der Sicht von Hugues Krafft / 1886. Louis II, ses Châteaux et la Bavière selon Hugues Krafft, Regensburg 2011.

    (ISBN 978-3-7954-2470-1)

    Nach langer Wartezeit ist jetzt endlich das zweisprachige Buch „1886. Bayern und die Schlösser König Ludwigs II. aus der Sicht von Hugues Krafft/1886. Louis II, ses Châteaux et la Bavière selon Hugues Krafft” im Verlag Schnell und Steiner erschienen.



    Darin finden sich nicht nur zahlreiche, teils bisher völlig neue Ansichten der Königsschlösser, sondern auch ein Foto des ersten Schlossführers auf Neuschwanstein, Karl Left. Und wussten Sie bereits, wie Schloss Herrenchiemsee als Baustelle von innen aussah und mit welchen 12 Meter hohen Spalieren Ludwig II. dort den Garten abgrenzte? Alle Aufnahmen machte der Franzose Hugues Krafft im September 1886.

    Er gilt als einer der ersten Ausländer, die nach dem rätselhaften Tod König Ludwigs II. von Bayern dessen Schlösser besichtigten. Kritisch und aufmerksam ging er durch das gerade erst der Öffentlichkeit zugänglich gemachte steinerne Erbe des „Märchenkönigs“. Ebenso beobachtete er während seiner mehrtägigen Reise intensiv Land und Leute. Der deutschstämmige Weltreisende und Schriftsteller aus Reims hinterließ uns mit einem Reisebericht eine der genauesten und liebevollsten Schilderungen aus der Anfangszeit des Bayern- und Königsschlösser-Tourismus. Die in diesem Buch erstmals veröffentlichten Fotografien von Hugues Krafft geben uns außerdem einen besonderen Einblick in den Zustand der Schlösser unmittelbar nach dem Ableben Ludwigs II. Diesen historischen Aufnahmen werden Ansichten des beginnenden 21. Jahrhunderts gegenübergestellt, so dass zugleich weitreichende Veränderungen in den vergangenen 125 Jahren deutlich werden.



    Die Staatliche Bibliothek Regensburg zeigt eine Ausstellung zu Tod und Memoria Ludwigs II.

    Eine Ausstellung in der Staatlichen Bibliothek Regensburg (verlängert bis 2. September 2011), erarbeitet von Marcus Spangenberg, spürt den Anfängen des Mythos von König Ludwig II. nach. Die Präsentation zeigt bislang der öffentlichkeit verborgene Objekte aus der umfangreichen Sammlung Spangenberg. So etwa Splitter von dem Kahn, mit welchem der tote König aus dem Starnberger See geborgen worden sein soll, einen Originalbrief von Ludwigs Mutter mit persönlichen Zeilen zum Tod ihres Sohnes und die frühesten Souvenirs zu Schloss Berg, das - heute weitgehend vergessen - viele Jahrzehnte als Museum der wichtigste Gedenkort für den verehrten Monarchen war.

    Zur Schau erscheint auch ein Begleitband, der diese dokumentiert und zudem mehrere Aufsätze namhafter Experten zu Leben und Nachleben des Bayernkönigs enthält (Bernhard LüBBERS/ Marcus SPANGENBERG [Hrsg.]: Ludwig II. - Tod und Memoria, Universitätsverlag Regensburg, ISBN 978-3-86845-075-0, 12,95 Euro).

    Im Einzelnen finden sich dort folgende Beiträge abgedruckt:

  • Klaus REICHOLD/ Thomas ENDL, Der Tod des Königs oder:
        "Das himmlische Finale zum irdischen Trauerakte"
  • Marcus SPANGENBERG, "Der König ist tot, es lebe der König!" -
        Ursprünge und Formen der dauerhaften Existenz Ludwigs II.
        von Bayern
  • Dr. Peter WOLF, König Ludwig II. als Zeitgenosse
  • Dr. Christof BOTZENHART, König Ludwig II. von Bayern - Ein
        politischer König

  • Die Ausstellung im Foyer der Staatlichen Bibliothek Regensburg (Gesandtenstr. 13, 93047 Regensburg) ist zu den üblichen öffnungszeiten zu sehen (Mo - Fr 9 -18 Uhr, Sa 14 -18 Uhr).

    Finden Sie hier Ausstellungsbesprechungen der
    Mittelbayerischen Zeitung vom 27. Mai 2011 und der
    Süddeutschen Zeitung vom 4./5. Juni 2011.








    Nach seinem Tod 1886 ist Ludwig II. von Bayern zum Mythos geworden. Ende des 19. Jahrhunderts war dies der Anlass für eine fantasiereiche Gestaltung von Ansichtskarten. Nach über 100 Jahren können 36 von ihnen endlich wieder in alle Welt versendet werden!
    Erleben Sie diese Neuerscheinung "Grüße vom Märchenkönig" mit der Einführung "Der Mythos ist stärker als die Wirklichkeit - Ludwig II. von Bayern und seine Welt auf Ansichtskarten" durch Marcus Spangenberg. .






    Neue Biografie über Ludwig II. von Bayern ab sofort im Handel erhältlich

          



    Symbol für Hoffnung und Solidarität mit dem japanischen Volk
    Benefizveranstaltung "Kirschblüte" von Künstlern des Theaters Regensburg am 17. April 2011

    Für alle, die in Regensburg und Umgebung wohnen oder mal [wieder] dorthin kommen möchten: Die japanischen Mitarbeiter am Theater Regensburg haben eine Benefizveranstaltung initiiert, um Menschen in Japan gezielt zu helfen. Generalmusikdirektor Tetsuro Ban wird nach Absprache mit der Botschaft seines Landes ein Projekt nennen, das das Theater Regensburg mit dem Erlös der Veranstaltung ganz konkret fördern wird.
    Die japanischen und deutschen Mitglieder des Theaters gestalten eine abwechslungsreiche Matinee, um den Menschen in Japan durch die Spenden zu unterstützen.
    Der Termin der Veranstaltung ist Sonntag, der 17. April 2011, um 11:00 Uhr im Velodrom Regensburg (Arnulfsplatz). Der Eintrittspreis beträgt einheitlich 20 Euro, es gelten die üblichen Ermäßigungen. Eintrittskarten sind ab sofort an der Theaterkasse (Telefon 0941 507-2424) erhältlich.



    Beitrag in der Mittelbayerischen Zeitung vom 7. März 2011

    Ein Stück, von Irrlichtern durchwoben - Regisseur Ivo van Hove bringt an den Münchner Kammerspielen "Ludwig II." auf die Bühne

    München. Was ist nicht schon alles gesagt, geschrieben, gefilmt und gespielt worden, um eine Annäherung an König Ludwig II. von Bayern (1845-1886) zu versuchen. Im Film glänzt bis heute das ausdruckstarke Meisterwerk des italienischen Regisseurs Luchino Visconti. Bei dessen Uraufführung 1972 scholl lautstarker Protest durch deutsche und vor allem bayerische Lande: So, d. h. debil, homophil und selbstmörderisch durfte die Lichtgestalt traditioneller Lebensentwürfe nicht gewesen sein.

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  • Foto:Jan Versweyveld



    Beitrag in der Mittelbayerischen Zeitung vom 10. August 2010
    Ganz großer Auftritt - 2011 nähert sich die Landesausstellung Ludwig II. an

    So wird es in der Bayerischen Landesausstellung 2011 aussehen. Entwurf vom
Salzburger Grafikdesigner Friedrich Pürstinger - © graficde'sign pürstinger, Salzburg    So wird es in der Bayerischen Landesausstellung 2011 aussehen. Entwurf vom
Salzburger Grafikdesigner Friedrich Pürstinger - © graficde'sign pürstinger, Salzburg

    Prien am Chiemsee. Am 13.Juni 1886, als Ludwig II., König von Bayern, auf bisher ungeklärte Weise ums Leben kam, hatte es in Strömen geschüttet. Insofern war am vergangenen Freitag das ungemütliche Regenwetter ideal, als auf dem historischen Schaufelraddampfer "Ludwig Fessler" die inhaltlichen und gestalterischen Absichten zur Bayerischen Landesausstellung 2011 präsentiert wurden: Sie widmet sich im Schloss Herrenchiemsee anlässlich des 125. Todestages der wohl berühmtesten Person Bayerns.

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    Hier erstmals: Das gesamte Programm des Kolloquiums zu Ludwig II. von Bayern in München

    Im Jahr 2011 jährt sich der Todestag König Ludwig II. von Bayern zum 125. Mal. Das nimmt das Haus der Bayerischen Geschichte in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Schlösserverwaltung und der Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften zum Anlass, vorbereitend zur Bayerischen Landesausstellung im Schloss Herrenchiemsee ein Kolloquium vom 18. bis 20. November 2009 in den Räumen der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (Residenz München) durchzuführen.



    Foto: Siegmar Spangenberg: Ausstellungseröffnung im Antiquariat Heinemann im Juni 1986
    Abschied von Paul Heinemann

    Am 5. Juli 2009 starb nach längerer Krankheit Paul Heinemann.

    Der Starnberger Antiquar, auf dem Foto vor dem Mikrofon anlässlich der Eröffnung einer Ausstellung über Ludwig II. in seinem Antiquariat 1986, war in Starnberg im wahrsten Sinne des Wortes eine Institution.

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  • Beitrag in der Mittelbayerischen Zeitung vom 9./10. Mai 2009 über Schloss Falkenstein

    Falkenstein - Modell und Ruine
    Im Mai vor 125 Jahren erwarb Ludwig II. über einen Mittelsmann die Burgruine Falkenstein bei Pfronten im Allgäu, um an deren Stelle ein weiteres, phantastisches Bauprojekt zu verwirklichen.

    Nahezu von Anfang an war der Regensburger Architekt Max Schultze damit betraut, die Vorstellung in reale Architektur umzusetzen. Doch letztendlich blieb es ein Luftschloss.

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  • Beitrag in der Mittelbayerischen Zeitung vom 27. Februar 2009 über Leo von Klenze und die Walhalla

    Leo von Klenze: Salvatorkirche zu Donaustauf mit Walhalla (1839; öl auf Lw., 60 x 39) Foto: Historisches Museum
    Der Architekt Leo von Klenze wurde am 29. Februar vor 225 Jahren geboren.

    Das Historische Museum der Stadt Regensburg beherbergt eines der wichtigsten Gemälde dieses vielseitigen Künstlers und Hofarchitekten Ludwig I. von Bayern, das wesentlich dazu beiträgt, die von Klenze erbaute und von Ludwig I. initiierte "Walhalla" bei Donaustauf zu verstehen.

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  • Freistaat Bayern gedenkt Ludwig II. mit der Landesausstellung 2011

    Dank "Götterdämmerung" in freudvoller Erwartungshaltung

    Im Chiemgau kam in den letzten Wochen immer wieder das Gerücht auf, Schloss Herrenchiemsee würde anlässlich des
    Pressekonferenz im Café Rottenhöfer in München mit Dr. Thomas Goppel (stehend) Foto: Marcus Spangenberg
    125. Todestages Ludwig II. im Jahre 2011 Schauplatz der seit 1983 alljährlich stattfindenden Landesausstellungen des Hauses der Bayerischen Geschichte werden. Aus dem Gerücht ist mit dem heutigen Tag ...

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  • Walt Disneys wunderbare Welt und ihre Wurzeln in der europäischen Kunst

    Schneewittchen und die sieben Zwerge - Das Schloss / Snow White and the Seven Dwarfs - The castle, 1937 - Storyboard-Zeichnung
    Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung, München
    19. September 2008 bis 25. Januar 2009

    Wer an Disney im Zusammenhang mit König Ludwig II. denkt, dem fällt sofort die häufig kolportierte Aussage ein, us-amerikanische Besucher würden Schloss Neuschwanstein als Kopie "ihres" "Sleeping Beauty Castle" in Disneyland (1955, Anaheim, Kalifornien) betrachten. Zuletzt beschrieb Anja Lösel im Magazin "Stern" (13. September 2006) eine solche Situation beim Beobachten einer ...

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  • 25. August 2008: 30 Jahre Auseinandersetzung mit Ludwig II. und seiner Zeit

    Besichtigung von Schloss Herrenchiemsee zusammen mit Bekannten aus Bonn-Bad Godesberg und England, Sommer 1980.
    Marcus Spangenberg feiert dieses Jahr ein kleines Jubiläum, denn seit 1978 befasst er sich intensiv mit König Ludwig II. und seiner Zeit.

    Finden Sie bitte nachfolgend einen persönlichen Ein-, Rück- und Ausblick: "Zwei Jahre nach dem ersten Urlaub zusammen mit meinen Eltern in Oberbayern begann bei mir das Interesse an König Ludwig II., seinen Schlössern und allgemein dem 19. Jahrhundert. Dass dies einmal später in der Entscheidung für..."

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  • Essay "Der unsterbliche Kini" in der Mittelbayerischen Zeitung vom 5./6. Januar 2008

    Artikel in MZ online
    Aktuell erschienen ist von Marcus Spangenberg ein Essay über die Verehrung Ludwig II. und seine Aktualität im 21. Jahrhundert. Unter dem Titel "Der unsterbliche Kini - König Ludwig II. hat sich einen Platz im Olymp der schrillen Verehrungswelt des 21. Jahrhunderts erobert - und in den Herzen unzähliger Fans" erschien der Beitrag in der Mittelbayerischen Zeitung vom 5./6. Januar 2008.

  • Bitte lesen Sie hier den Beitrag.




  • Folgender, sehr bemerkenswerter Leserbrief erschien am 16. Dezember 2007 im Tagesspiegel (Berlin)

    Lasst den König endlich in Frieden ruhen

    "König der Schmerzen" von Deike Diening vom 6. Dezember

    Vor mehr als 20 Jahren war ich in meiner damaligen beruflichen Position als Präsident der Verwaltung des Herzogs von Bayern u. a. intensiv mit dem Tod König Ludwig II. von Bayern befasst. 1986 jährte sich der Tod König Ludwigs II. von Bayern zum 100. Mal, und neben zahllosen Gedenkveranstaltungen war auch eine Fülle von Publikationen zu erwarten. Schon im Vorfeld wurde daher eine Studie der Todesumstände in Auftrag gegeben, die später in Buchform veröffentlicht wurde. Die Studie erbrachte zunächst das unerwartete Ergebnis, dass unmittelbar nach dem Tod des Königs und seines Arztes sämtliche zuständigen bayerischen Behörden ordnungsgemäß mit der Sache befasst wurden, dass alle von diesen erstellten Berichte erhalten sind, auch offenkundig nicht manipuliert wurden und dass diese Berichte komplett seit damals in gedruckter Form vorliegen.

    Zum Tatbestand selbst erbrachte die Studie das eindeutige Ergebnis, dass der Arzt durch die Hand des Königs ums Leben kam - dies war allerdings nicht Mord, sondern Körperverletzung mit Todesfolge. Der König selbst handelte ohne jeden Zweifel in suizidaler Absicht und starb mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit durch selbst herbeigeführtes Ersticken im Wasser. Die Wassertiefe spielt dabei überhaupt keine Rolle. Die einzige Unsicherheit ist eine theoretische und nie mehr aufzuklärende: der König könnte in dem Moment, an dem er ins Wasser ging, einen tödlichen Herzinfarkt erlitten haben.

    Alle übrigen Spekulationen, von der Fluchtkutsche über den zerschossenen Mantel bis zu Bismarcks Mordabsichten, konnten in der Studie eindeutig und abschließend widerlegt werden.

    Angebliche Indizien für einen Mord auf einem gemalten Bild von einem Künstler, der nachweislich weder Augenzeuge war noch den Leichnam unpräpariert gesehen hat und dem es auch gar nicht darum ging, Hinweise auf die Todesursache zu vermitteln, können die Beweiskette der sofortigen Untersuchung ebenso wie der späteren Prüfung nicht erschüttern. Dem König aber könnte man aber nichts Besseres antun, als ihn endlich in Frieden ruhen zu lassen.

    Rupert Graf Strachwitz, Berlin-Mitte



    Einmalige Gelegenheit für alle, die etwas Besonderes schätzen!

    Erwerben Sie das Buch

    Hans Gerhard Evers, Ludwig II. von Bayern, Theaterfürst - König - Bauherr
    München 1986, 470 Seiten mit 176 Tafeln und 193 Abbildungen, davon 84 in Farbe, 33 Abb. im Text. Leinen.

    für statt 124,00 Euro nun zum einmaligen Sonderpreis von nur 39,90 Euro

      
    Es gibt tatsächlich nur wenige Bücher zu Ludwig II. und seine Schlösser, die ihr Geld wert sind. Mit zu den besten - es ist ein Standardwerk! - zählt das einmalige Kompendium von Hans Gerhard Evers, der dank seines Zugangs zum Geheimen Hausarchiv der Wittelsbacher und zu den Tagebüchern des Königs ein Leseabenteuer ganz eigener Art schuf.

    Fern der bekannten Klischees entsteht hier das Bild eines Monarchen, der in vielerlei Bereichen herrschte: als König, als Bauherr und als Theaterfürst. Der überaus sorgfältig ausgewählte Bildteil birgt so manche Kostbarkeit. Sie untermauern, quasi als Augenweide, bildkräftig die Argumente des Autors.

    Nun ist es möglich, dieses spannende Buch zu einem überaus günstigen Sonderpreis von 39,90 Euro (zzgl. Porto) auf Rechnung zu erwerben (zzgl. Porto für ein Buch innerhalb Deutschlands Euro 7,49 - Lieferungen ins Ausland nur nach Begleichung der vorab zugesandten Rechnung).

    Richten Sie Ihre Anfrage und Bestellung bitte an:

    Frau Schuhbauer
    Wittelsbacher Ausgleichsfonds
    Schloss Nymphenburg 11
    80638 München

    Telefon 089 1795967-200
    Telefax 089 1795967-222

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